Informatikkaufmann/-frau

Der Ausbildungsberuf Informatikkaufmann/-frau gehört zur Gruppe der seit dem 1. August 1997 neu eingerichteten IT-Berufe (Informations- und Telekommunikationstechnik).

 

Die Walter-Eucken-Schule Karlsruhe ist Dualpartner für die Ausbildungsbetriebe der Berufsbilder IT-Systemkaufmann/-frau und Informatikkaufmann/-frau.

 

l Ausbildungsprofil

 

Mit dem AusbildungsprofiI Informatikkaufmann/-frau soll das Unternehmen Mitar­beiter gewinnen, die in der Lage sind, die eigenen IT-Systeme zu betreuen und weiterzuentwickeln. Ihre wesentliche Aufgabe ist es, die Verbindung zwischen den fachlichen Anforderungen des Betriebes und den Möglichkeiten der Technik herzustellen. Sie betreuen die Endgeräte im Betrieb und leisten bei auftauchenden Problemen mit Rat und Tat Hilfe.

 

Die regelmäßige Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

 

Während des 2. Ausbildungsjahres wird eine Zwischenprüfung durch die Industrie­ und Handelskammer durchgeführt.

 

Die Ausbildung endet mit bestandener Abschlussprüfung.

 

Die Ausbildungsschwerpunkte gliedern sich in die Bereiche Kernqualifikationen und Fachqualifikationen.

 

Ausbildungsschwerpunkte sind in den

a) Kernqualifikationen

 

 

1. der Ausbildungsbetrieb

2. Geschäfts- und Leistungsprozesse

3. Arbeitsorganisation und -techniken

4. informations- und telekommunikationstechnische Produkte und Märkte

5. Herstellen und Betreuen von Systemlösungen

 

b) Fachqualifikationen

 

1. brachenspezifische Lesitungen entsprechend der Fachbereichspläne Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Verwaltung

2. Rahmenbedingungen für den Einsatz von Informations- und Telekommunikationstechnik

3. Projektplanung und -durchführung

4. Beschaffung und Bereitstellung von Systemen

5. Benutzerberatung und -unterstützung

 

Die schulische Ausbildung erfolgt entsprechend den Lehrplänen des Landes Baden­-Württemberg in Abstimmung mit dem Rahmenlehrplan und der Ausbildungsordnung.

An der Walter-Eucken-Schule erfolgt der Unterricht in Teilzeitform an 2 Wochenta­gen.

 

II Stundentafel

 

 

Stundentafel

1. Schul-

jahr

2. Schul-

jahr

3. Schul-

jahr

Fächer

Wo-Std.

Wo-Std.

Wo-Std.

Pflichtfächer

Allgemeiner Bereich

Religionslehre

1

1

1

Deutsch

1

1

1

Gemeinschaftskunde

1

1

1

Fachlicher Bereich

Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen

3

4

4

Softwareentwicklung und -anwendung

3

2

2

Informations- und Telekommunikationstechnik

2

2

2

Wahlpflichtfächer

Softwareentwicklung und -anwendung

1

1

1

Wirtschaftsenglisch

1

1

1

Wochenstunden insgesamt:

13

13

13

 

 

III Die Abschlussprüfung.

 

Die Prüfung besteht aus 2 Teilen:

 

Teil A:  Betriebliche Projektarbeit mit Dokumentation, Präsentation und Fach­gespräch

 

Es ist eine betriebliche Aufgabenstellung zu bearbeiten. Hierzu soll der Prüfling in einem Zeitraum von höchstens 35 Stunden einen Auftrag oder einen abgegrenzten Teilauftrag ausführen.

 

Die Arbeit ist zu dokumentieren und wird durch den Prüfungsausschuss der zuständigen Kammer bewertet. Die Präsentation vor dem Prüfungsaus­schuss dauert ca. 30 Minuten.

 

Teil B: Schriftliche Prüfung

 

In diesem Prüfungsteil sind 2 fach bezogene AufgabensteIlungen sowie eine Aufgabenstellung im Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde (WISO) zu lösen. Die beiden fachbezogenen AufgabensteIlungen (Ganzheitliche Aufgabe 1: Profilaufgabe und Ganzheitliche Aufgabe 2: Querschnittsauf­gabe) sind in jeweils 90 Minuten und die AufgabensteIlung im Fach WISO ist in 60 Minuten zu bearbeiten.

 

Gewichtung:

 

Die Ergebnisse der beiden fachbezogenen Aufgabenstellungen werden gegenüber WISO jeweils doppelt gewichtet.

 

In Prüfungsteil A und B muss mindestens die Note ausreichend erreicht werden (4,4). Wenn in einem Teil die Note ungenügend erteilt wird, ist die Prüfung nicht bestanden.

 

Der Prüfungsteil B ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit mangelhaft bewerteten Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann.

 

Im Prüfungsteil A (Projektarbeit und Dokumentation mit Fachgespräch) werden beide Teile jeweils mit 50 % gewichtet.