Individuelle Förderung im Berufskolleg

Um jeden einzelnen Lernenden in den Blick zu nehmen und ihm die Chance zu geben, eigene Potenziale und Stärken zu entwickeln, haben wir sowohl im Berufskolleg I als auch im Berufskolleg II sogenannte IF-Klassen eingerichtet, die das Konzept der individuellen Förderung aufgreifen und umsetzen. Diese Klassen zeichnen sich durch einige Besonderheiten aus:

Stundentafel

Die Stundentafel der IF-Klassen unterscheidet sich von der Stundentafel der anderen BK-Klassen dadurch, dass sie jeweils eine zusätzliche Stunde BWL, Englisch, Mathe und Deutsch in der Woche hat. Diese sog. IF-Stunde wird dafür genutzt, dass die Schüler selbstorganisiert und binnendifferenziert arbeiten können. Das bedeutet beispielsweise, dass die Schülerinnen und Schüler an Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad arbeiten, unterschiedliche Lernstrategien anwenden oder z.B. unterschiedlich viele Aufgaben bearbeiten. 

Einsatz von Diagnoseinstrumenten

Zu Beginn des Berufskolleg I werden zunächst mithilfe standardisierter Tests in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch die Lernvoraussetzungen festgestellt, die jeder einzelne mitbringt. Eine Ergänzung stellen die Selbsteinschätzungsbögen zum Lernen dar, die die Schülerinnen und Schüler in der ersten Woche ausfüllen. Diese beiden Instrumente dienen dann dazu, den weiteren Lernweg und die entsprechende Förderung zu planen. 

Mentorenprinzip

Eine gute Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden ist für ein erfolgreiches Arbeiten eine Grundvoraussetzung. In den IF-Klassen werden alle Schülerinnen und Schüler zunächst einem/r Mentor/in zugeordnet. In regelmäßigen Abständen finden zwischen dem Lernenden und dem/r Mentor/in Coaching-Gespräche statt, in denen die momentane Situation analysiert, Lösungs-/ Verbesserungsmöglichkeiten entwickelt und Etappenziele festgelegt werden. Die Mentoren wiederum stehen regelmäßig im Austausch über die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.