Am Donnerstag, den 16. April wurde die Aula unserer Schule zum Ort einer eindringlichen Begegnung. Mit Axel Reitz war ein ehemaliger Protagonist der rechtsextremen Szene zu Gast, der heute über die Gefahren von Radikalisierung aufklärt.
In zwei Durchgängen berichtete Reitz unseren BK1-Klassen jeweils rund 1,5 Stunden lang von seinem Weg in die rechtsextreme Szene und dem schwierigen Ausstieg. Schritt für Schritt zeichnete er
nach, wie er nach ersten Kontakten im Alter von 13 Jahren immer tiefer in die Szene abrutschte. Seine Schilderungen machten deutlich, wie anfällig insbesondere junge Menschen für einfache
Antworten und klare Feindbilder sein können. Ebenso offen sprach er über die Konsequenzen, wie z.B. Konflikte im persönlichen Umfeld, seine Haftzeit und die langwierige Auseinandersetzung mit der
eigenen Vergangenheit nach dem Ausstieg aus der Szene.
Im sich an den Vortrag anschließenden Gespräch entwickelte sich ein intensiver Austausch. Die Schülerinnen und Schüler fragten Herrn Reitz nach Motiven, Zweifeln oder z.B. den Herausforderungen
eines Neuanfangs und erhielten unverstellte und direkte Antworten.
Wir bedanken uns herzlich bei unserer Präventionsbeauftragten Sabine Hack für die Organisation der Veranstaltung. Außerdem danken wir Axel Reitz für seinen Mut, uns seine Geschichte zu erzählen. Sein Besuch hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, frühzeitig über die Gefahren von Extremismus aufzuklären und gemeinsam für eine offene, tolerante Gesellschaft und die Demokratie einzustehen.